Berlin Dungeon – Wir haben es gewagt!

Am Samstag war es nun endlich so weit: wir haben es gewagt und uns in den neu eröffneten Berlin Dungeon getraut! Natürlich nicht, weil wir es wollten, sondern nur für Euch, damit wir Euch davor warnen können!

Die Homepage und das Vorankündigungsvideo versprechen Grusel vom Feinsten und jede Menge Informationen über Berlins Vergangenheit. Also genau das Richtige für uns!

Da uns bekannt ist, wie schlecht es vor Ort mit Parkplätzen aussieht, nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel und kamen gut gelaunt am S-Bahnhof Hackescher Markt an.

Gut gelaunt vor lauter Vorspannungfreude und natürlich wegen dem wunderschönen Sonnenschein.

Wir, das waren in diesem Fall mal nicht nur wir drei. Auch meine Nichte (15 J.) haben wir dorthin mit verschleppt. Interessanter Weise haben die Mädels ernsthaft zwischendurch überlegt, umzudrehen und die nächste Bahn Richtung Heimat zu nehmen. Keine Ahnung, warum 😉

Wir nutzen vorab das Angebot, auf der Hompage des Dungeons, Tickets online zu bestellen.

Zum Glück. Denn nicht nur uns lockte das tolle Wetter. Vor dem Eingangsbereich wartete eine ziemliche Anzahl Menschen und begehrten Einlass.

Aber mit unseren (auch noch verbilligten) Tickets durften wir den Spezialeingang nutzen und hatten gerade mal genügend Zeit, uns die interessanten Gestalten auf den Bannern anzuschaun.

Die Opfer (also wir und die anderen Besucher) wurden handverzählt als Gruppen zusammengepfercht in den Wartebereich gedrängt. Dort standen wir nun: 32 verängstigte Menschlein, die nicht wußten, was sie in den dunklen Tiefen zu erwarten hatten.

Bereits nach kurzer Zeit begann unserer Reise in die Vergangenheit.

Wir überstanden den Fahrstuhl des Grauens und ließen uns auch nicht vom hinkenden Mönch Pater Roderich beirren. Denn: wir waren auf der Flucht! Man hatte uns ausgiebig gewarnt, in Berlin zu bleiben! Die Pest und andere schauerliche Dinge gingen dort um!

Zu unserem Glück trafen wir eine junge Frau, die uns bei unserer Flucht half. Wir hatten die Chance zu entkommen! Doch… leider (da ausgerechnet MEIN Mann das Floß falsch gelenkt hat), landeten wir dabei mitten in der pestverseuchten Stadt Berlin zu 1576.

Nun war es geschehen: wir mittendrin. Es stank. Es war finster. Die Ratten huschten zu unseren Füßen, als wir angstvoll durch die Straßen schlichen…

Doch das Glück war mit uns: wir trafen auf die Praxis eines Pestarztes – schade nur, dass er schon tot war – und erfuhren dort, dass es durchaus Möglichkeiten gab, der gefürchteten Krankheit zu entkommen! Leider verloren wir dort eine unserer Mitreisenden, da der Doktorgehilfe zu der Ansicht kam, sie wäre von der Pest befallen. Gut für uns: er demonstrierte an ihr ausgiebig, dass nur der Tod eine erkrankte Person heilen kann!

Immer weiter ging unsere Flucht.

Dabei lehrte uns die Henkersmagdt den Umgang mit allerlei Folterinstrumenten. Hm… blöd nur, dass wieder zwei von uns dran glauben mussten…

Wir reisten dabei nicht nur durch Berlin, sondern auch in der Zeit. 1679 saßen wir plötzlich in einem Gerichtssaal. Und drei von uns mußten dem anwesenden (verrückten) Richter Rede und Antwort stehen. (Dabei kam ans Tageslicht, dass MEIN Mann der Fashion-Killer von Berlin ist!).

Ihr seht: unsere Reihen lichteten sich nach und nach. Aber wir gaben nicht auf! Der Rest von uns wollte einfach nur noch überleben!

Die Strafe der weißen Frau folgte als Nächstes. Hier hatten wir Glück: anscheinend war kein Nachkomme der bösen Hohenzollern unter uns und außer ein paar ängstlichen Schreien ließen wir in der Gruft nichts zurück.

Leider waren wir aber noch nicht am Ende unserer Reise…

Ich bin mir nicht mehr sicher, wer sich im Anschluß im geheimen Labyrinth unter Berlin alles verlaufen hat. Verflucht war es auf jeden Fall!

Dann endlich: wir erreichten das 19. Jahrhundert und lernten dort „nur“ noch eine nette Dame kennen, die uns redselig etwas über den freundlichen Metzger von nebenan erzählte. Wir – treuherzig wie wir waren – liefen auch voll in seine Falle! Dem Schlächter von Berlin: Carl Großmann!

Ehrlich? Ich weiß nicht mehr, wie wir es geschafft haben, dass wir uns nach 1 Stunde bester und gruseligster Unterhaltung, im Souvenirshop des Berlin Dungeons wiederfanden!

Die Show war: auf jeden Fall einzigartig, zum kaputt lachen und zum Schreien (vor Schreck!).

Die Effekte sind an den richtigen Stellen und man merkt nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Wir waren uns danach einig: Da gehen wir irgendwann nochmal rein! Die Mischung war super: die Schockeffekte kamen oft wirklich völlig unerwartet!

Die Souvenirs sind preislich ok. Zum Beispiel haben wir es uns nicht nehmen lassen, ein Foto am Eingang zu machen. Dieses hat dann ausgedruckt 6,00 EUR und als Schlüselanhänger oder Kühlschrankmagnet 3,00 EUR gekostet. Michelle lachte noch eine Tasche für 3,50 EUR an, die wir auch noch mitnahmen. Durch die vergünstigten Onlinetickets war das durchaus noch mit drin 🙂

3 Gedanken zu „Berlin Dungeon – Wir haben es gewagt!

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